Göpfritz/Wild probt für den Ernstfall

Veröffentlichungsdatum02.04.2026Lesedauer2 Minuten

Wetterlagen könne sich schnell ändern – das haben wir in den letzten Jahren immer wieder mitverfolgt. Damit unsere Gemeinde auf solche Situationen gut vorbereitet ist, wurde in Göpfritz der Ernstfall geprobt.

Unter der Leitung von Bürgermeisterin Silvia Riedl-Weixlbraun absolvierte der Krisenstab eine intensive Übung, bei der ein Hochwasser durch Starkregen und Schneeschmelze simuliert wurde. Verschärft wurde die Übungsannahme noch durch eine fiktive Sturmwarnung. Ziel war es, die Abläufe zu festigen und die Zusammenarbeit aller Beteiligten weiter zu verbessern.

Stabsschulung NÖZSV

Nach einer kurzen Einführung in die Stabsarbeit ging es direkt in die Praxis. Der Krisenstab musste zahlreiche Aufgaben gleichzeitig bewältigen und Entscheidungen unter Zeitdruck treffen.

Im Rahmen der Übung standen unter anderem folgende Maßnahmen im Fokus:

  • Information der Bevölkerung über verschiedene Kanäle 
  • Koordination von Feuerwehr und weiteren Einsatzkräften 
  • Organisation von Sandsäcken und Schutzmaßnahmen 
  • Vorbereitung von Straßensperren und Umleitungen 
  • Sicherstellung der Versorgung auch bei möglichen Ausfällen 

Zusätzlich sorgten eingespielte Situationen – etwa Presseanfragen oder Anliegen aus der Bevölkerung – für eine besonders realistische Übungsumgebung.

Übungskoordinator Franz Zehetgruber vom Niederösterreichischen Zivilschutzverband (NÖZSV) war sehr zufrieden. „Ich war beeindruckt, wie schnell die Mitglieder des Krisenstabs auf unsere Aufgaben reagiert haben und wie gut die Kommunikation geklappt hat.“ Und auch Bürgermeisterin Silvia Riedl-Weixlbraun zieht eine klare Bilanz: „Eine gute Vorbereitung ist entscheidend. Mit solchen Übungen stellen wir sicher, dass wir im Ernstfall schnell und koordiniert reagieren können.“

Göpfritz an der Wild hat sich im Rahmen der Initiative „Krisensichere Gemeinde“ um die Zertifizierung beworben. Bei dieser Initiative vergeben das Land Niederösterreich und der NÖZSV bis zu 5 Sterne – je nachdem, wie gut eine Gemeinde im Krisen- und Katastrophenmanagement aufgestellt ist. Mit diesem erfolgreichen Planspiel sind unserer Gemeinde 3 Sterne jedenfalls sicher. Wenn wir es schaffen, bis Mitte Juni den Sonderkatastrophenschutzplan „Strom- und Infrastrukturausfall“ zu erstellen, können es sogar 4 Sterne werden. 

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